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©Charles Krebser - Mediathek Wallis Martigny©Charles Krebser - Mediathek Wallis Martigny

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Walliser Halbnomadentum

Ein Leben zwischen Berg und Tal!

Entdecken sie die Geschichte des Walliser Halbnomadentums zwischen Siders, Salgesch und Varen. Am 17. Oktober auf einer Kulturwanderung von Varen nach Siders werden Ihnen Gebäude geöffnet, Sie begegnen den Einwohnern und Zeitzeugen und geniessen lokalen Spezialitäten.

Zum Angebot der Kulturwanderung

Prägende Kulturgeschichte in Varen, Salgesch und Siders

Zwischen Alp, Bergdorf und Rebberg, zwischen Arbeit und Wohnen, zwischen zwei Welten: Die Halbnomadenhäuser in Varen, Salgesch und Siders sind stille Zeugen einer heute fast vergessenen Lebensform, des Halbnomadentums im Walliser Weinbau.

Am 17. Oktober 2026 feiert die Stadt Siders das 300-jährige Bestehen des «Maison du Remuage». Dieses historische Gebäude verkörpert die Geschichte des Halbnomadentums im Val d’Anniviers und steht exemplarisch für eine Lebensweise, die über Jahrhunderte hinweg den Alltag vieler Walliser Familien geprägt hat.

Im Rahmen historischer Recherchen wurden in Varen und Salgesch weitere Gebäude, Spuren und Zeitzeugen entdeckt, welche diese Geschichte bis heute lebendig erhalten haben.

Der neue Kulturevent ist ein gemeinsames Projekt von Sierre Tourisme, der Destination Leukerbad mit Albinen und Varen sowie dem Naturpark Pfyn-Finges.

Erleben Sie auf einer kulinarischen Kulturwanderung zwischen Varen und Siders ein faszinierendes Kapitel Walliser Kulturgeschichte. Historische Orte, persönliche Begegnungen und regionale Spezialitäten machen das Halbnomadentum auf eindrückliche Weise erlebbar.

Ein kulturhistorisches Dreieck

Maison du Remuage in Siders

Die Gemeinden des Val d’Anniviers sind seit Jahrhunderten eng mit der Stadt Siders verbunden. Jedes Dorf verfügte in Siders über sein eigenes Quartier. Eine Besonderheit des Halbnomadentums war, dass jede Familie mehrere Wohnsitze besass und das gesamte Dorf zweimal jährlich gemeinsam umzog – mit Pfarrer, Lehrer, Kindern und Hab und Gut.

Wohnen in Albinen, arbeiten in Varen

Über Generationen hinweg besassen Familien aus Albinen Reben in den klimatisch begünstigten Lagen von Varen. Da der tägliche Fussmarsch über mehrere hundert Höhenmeter beschwerlich war, nutzten die Winzer einfache Übernachtungshäuser direkt im Rebberg. Das Albinerhaus diente ihnen als Schlafstätte, Arbeitsort und Lagerraum während arbeitsintensiver Phasen wie Rebschnitt, Pflege oder Ernte.

Das Quartier Mouling in Salgesch

Viele Bauern aus verschiedenen Oberwalliser Bergdörfern besassen in Salgesch kleinere Rebparzellen. Diese Verbindung zwischen Hirtenbauerntum in den Bergen und Weinbau im Tal hat sich über Jahrhunderte erhalten. Besonders Menschen aus Eischoll waren unter den Rebbesitzern stark vertreten. Bis heute zeugt das «Eischlergässi» von ihrer engen Verbindung zu Salgesch.

Savoir et Savourer – Wissen und Genuss

Unter dem Leitmotiv «Savoir & Savourer» verbindet das Projekt historisches Wissen mit sinnlichem Erleben. Geschichten von Zeitzeugen, historische Schauplätze und anschauliche Vermittlung werden ergänzt durch Wein, Kulinarik und Begegnungen vor Ort.

So entsteht ein Erlebnis, das nicht nur informiert, sondern berührt – und den Weinbau als Teil einer lebendigen Kulturlandschaft erfahrbar macht.

Auftakt am 17. Oktober 2026

Der offizielle Projektauftakt findet am 17. Oktober 2026 im Maison du Remuage in Siders statt. Der Anlass markiert zugleich das 300-jährige Bestehen des historischen Gebäudes und bildet den Startpunkt für die weitere touristische und kulturelle Entwicklung des Projekts «Halbnomadentum zwischen Siders, Salgesch und Varen».