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Die Tavolata des Naturparks - 350 Leute an einem Tisch

Am Samstag, 22. August organisierte der Naturpark Pfyn-Finges und sechs Partnerweinkeller gemeinsam die 7. Ausgabe der grössten Tavolata im Wallis, ein gemeinsames Essen, an dem 350 Gäste in geselliger Runde an einem langen Tisch teilnahmen. Die Veranstaltung fand dieses Jahr in einem Weinberg unterhalb Varen statt. Nur wenige Meter von der Dala-Schlucht und der wilden Rhône entfernt bot ein 130 Meter langer Tisch den Gästen einen außergewöhnlichen Ausblick auf das Dorf und seine Umgebung. Wie jedes Jahr war die Veranstaltung, die 2022 mit dem Preis «Best of Wine Tourism» ausgezeichnet wurde, bis auf den letzten Platz ausgebucht. 

350 Gäste mitten im Weinberg zusammen an einem Tisch zu bringen, ist keine leichte Aufgabe, und doch entsteht dabei ein ganz besonderer Zauber. «Jedes Jahr ist es eine Herausforderung», erklärt Sophie Michaud, Projektleiterin des Naturparks, «aber die Verbundenheit, die im Laufe des Abends sowohl bei den Gästen als auch bei den Organisatoren spürbar wird, bereitet uns große Freude.» 

Zusammenarbeit und Partnerschaft 
Um eine Veranstaltung dieser Grössenordnung auf die Beine zu stellen, muss man zweifellos netzwerkfähig sein und gut zusammenarbeiten können. Darin liegt die Stärke des Programms «Partnerunternehmen» des Netzwerks der Schweizer Naturparks, an dem die sechs Weinkellereien teilnehmen. Dieses Programm ermöglicht es den ausgezeichneten Unternehmen, nicht nur von einem hervorragenden Netzwerk zu profitieren, sondern auch die Werte des Naturparks zu vertreten, indem sie sich innerhalb ihrer eigenen Strukturen für mehr Nachhaltigkeit engagieren. 

Umweltverantwortung 
Um im Einklang mit diesem Programm und den Werten der Schweizer Pärke zu bleiben, wurden bei der Organisation der Tavolata entsprechende Massnahmen ergriffen. Ein Shuttlebus-Service ermöglicht eine bequeme Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, es wird auf PET-Flaschen verzichtet, vor Ort wurden Trockentoiletten aus Holz aufgestellt, und der gesamte vor Ort verbrauchte Strom stammt aus einem mobilen Batteriespeicher, gespiesen mit Walliser Sonnenernergie. «Es liegt in unserer Verantwortung, konkrete Massnahmen zu ergreifen, um die Auswirkungen der Veranstaltung auf unsere Umwelt zu begrenzen», erklärt Roman Baumann von der Weinkellerei Diroso in Turtmann, der für die Infrastruktur zuständig ist. «Wir sind uns bewusst, dass diese Massnahmen nur ein kleiner Beitrag sind, aber es ist immerhin ein Anfang», fügt Roman Baumann hinzu. 

Neue Geschmacksrichtungen 
In diesem Jahr wurde das Essen vom hervorragenden Catering-Team von gaumenZauber unter der Leitung von Norbert und Irène Schwery konzipiert und zubereitet. Besonders in Erinnerung geblieben ist das Rezept für «Cholera nach Grossmutters Art», ein in der Region beliebtes Gericht, das ursprünglich aus dem Goms stammt. Die Weinauswahl wurde von den sechs Partnerweinkellereien vorgenommen: Albert Mathier, Cave du Rhodan, Chevalier Bayard, Diroso Weinkellerei, Domaines Chevaliers und Futura Terram. Die Tavolata Pfyn-Finges findet nächstes Jahr wieder statt, diesmal in den Weinbergen von Salgesch. 

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