Die Lebensräume der hellblauen Ebene werden durch die natürliche Dynamik des Wassers und seines Geschiebes stetig neu geformt. Natürliche Fliessgewässerlebensräume beschränken sich daher nicht nur auf Wasserläufe und Ufer, sondern schliessen regelmässig überschwemmte Gebiete, Seitenarme und Altläufe ein. Dies nicht nur bei grossen Flüssen, sondern auch bei kleineren Gewässern, die ca. drei Viertel aller Fliessgewässerstrecken in der Schweiz ausmachen. Von der Quelle bis zur Mündung bilden sich unterschiedliche, charakteristische Tier- und Pflanzengemeinschaften. Entlang eines Flusssystems entstehen eine Vielzahl von Lebensräumen, die mit zunehmendem Abstand zum Gerinne immer weniger von Wasser abhängig sind. Diese Lebensräume zählt man zu den Auen eines Fliessgewässers.
Natürliche Fliessgewässer wurden schweizweit weitestgehend zerstört und sind zudem stark vom Klimawandel betroffen. Um ihre Biodiversität zu erhalten, braucht es bis zu einer Vervierfachung der bestehenden Uferfläche, insbesondere Auen. Eine funktionierende Längsvernetzung ist ebenso wichtig wie die Quervernetzung (Zonierung) zwischen Auengebieten, Seitenbächen und Wasserlauf.
Ökosystemleistungen
- Grundwasserbildung und Trinkwasserbereitstellung
- Bewässerung von Kulturland
- Schutz vor Hochwasser
- Hoher Erholungswert
Aufwertung und Wiederherstellung
- Revitalisierungsmassnahmen: bspw. morphodynamische Pufferzonen für Überschwemmungen, Ablagerung oder Erosion; Quer- und Uferverbauungen entfernen
- Düngefreie Nährstoffpufferzonen von ausreichender Breite
- Pflege der Uferböschungen mit Balkenmäher/ Sense nur abschnittsweise (50–100 m) im Herbst; Streifen am Wasser stehen lassen. Material frühstens nach einem Tag Lagerzeit abführen
- Für bestockte und unbestockte Abschnitte sorgen
- Neophyten jäten







