Der Wiedehopf hält sich in halboffenen Kulturlandschaften wie Obstgärten, Weinbergen, Weiden und Heckenlandschaften auf, sofern diese reich strukturiert sind.
Er nistet in Spechthöhlen, natürlichen Höhlen in alten Bäumen und in den Ritzen von Gebäuden. Er nimmt auch gerne Nistkästen an, wenn die Umgebung für sie geeignet ist.
Wenn Sie in der Nähe solcher Lebensräume leben, können Sie einen Nistkasten wie folgt aufhängen:
Im Freien :
- Befestigen Sie den Nistkasten an einem Baum oder einer Aussenwand, ca. 1,5 m über dem Boden.
- Neigen Sie das Dach des Nistkastens, damit Regenwasser ablaufen kann.
In Innenräumen:
- Bringen Sie den Nistkasten in einem Gartenhaus, Schuppen oder einem ähnlichen Gebäude an.
- Befestigen Sie den Nistkasten höchstens 1,5 m über dem Boden, mit einem Einflugloch in einer Wand der Hütte für einen direkten Zugang nach draussen.
In einer Trockensteinmauer :
- Planen Sie den Einsatz eines Spezialisten ein.
- Ziehen Sie die Einrichtung eines wasserdichten Hohlraums in Betracht.
- Denken Sie an die optische Integration des Nistkastens in die Mauer.
Ungefähre Grösse eines Nistkastens :
- ein Loch mit einem Ø von 6 cm.
- ein Kasten 25 cm breit, 30 cm hoch, 25 cm tief.
Bitte beachten: Die Nistkästen müssen für eine jährliche Wartung leicht zugänglich bleiben. Legen Sie den Boden bei der Anbringung und nach jeder Reinigung mit Sägemehl oder einem ähnlichen Material aus.
Begleitende Erhaltungsmassnahmen :
Die Vielfalt seines Lebensraums ist für den Wiedehopf lebenswichtig. Das Anbringen eines Nistkastens sollte daher von folgenden Massnahmen begleitet werden.
- Schaffung oder Erhaltung von Bereichen mit nacktem Boden,
- abschnittsweises Mähen oder extensive Beweidung,
- die Schaffung von Kleinstrukturen wie Totholzhaufen,
- die Aussaat von Wiesen,
- die Anpflanzung von einheimischen Sträuchern,
- Die Anpflanzung von hochstämmigen Obstbäumen, Kopfweiden oder anderen grossen Einzelbäumen.
Die Erhaltung alter Bäume, die Einschränkung des Pestizideinsatzes zugunsten einer extensiven Bewirtschaftung und die Vernetzung geeigneter Nistplätze tragen ebenfalls zur Erhaltung des Wiedehopfs bei.













