Als langlebige Ökosysteme bestehen Wälder natürlicherweise aus einem Mosaik aus unterschiedlichsten Waldentwicklungsstadien, die einen im Schnitt 400–800-jährigen Zyklus von Aufwuchs- bis Zerfallsphase durchleben. Welche Art von Waldgesellschaft aufwächst, wird vom vorhandenen Bodentyp, dem lokalen Klima, der Höhenlage und der Exposition bestimmt. Auch die Krautschicht im Waldunterwuchs ist vom Standort abhängig und entwickelt je nach Belaubungsdichte der Bäume über die Vegetationsperiode verschiedene Ausprägungen.
Die heutigen Wälder in der Schweiz sind jedoch überwiegend vom Menschen mitgestaltet und oft nicht älter als 150–200 Jahre; sehr alte und lichte Wälder kommen kaum mehr vor. Naturwaldflächen und Altholzinseln sind Gebiete, in denen sich die natürliche Waldsukzession entwickeln kann, Biotopbäume sind wichtige Trittsteine dazwischen. Durch die Schaffung von lichten Wäldern können Arten dieser Waldphase gefördert und erhalten werden.
Ökosystemleistungen
- Schutz vor Erosion, Lawinen und Hangrutschen
- Reinigung der Luft von Feinstaub und Schadstoffen
- Speicherung von Kohlenstoff und damit Klimaschutz
- Kühlung
- Holz als vielseitig verwendbarer nachwachsender Rohstoff
- Quelle von Nahrungsmitteln wie Pilzen, Beeren, Nüssen und Wild
- Grosser Erholungswert
Aufwertung und Wiederherstellung
- Schweizweit mehr grössere Naturwaldflächen um die 500 ha sowie weitere kleinere Naturwaldflächen und Altholzinseln schaffen
- Fördern von Totholz (20–40 m³ für häufige Totholzarten) und ca. 10 Biotopbäume/ha
- Auflichtung und Offenhaltung von Wäldern an geeigneten Standorten, z.B. durch Beweidung (mit Ausnahmebewilligung)
- Übergangsbereiche Wald zu Kulturland schaffen mit Strukturen wie Stein und Asthaufen, Hecken, Krautsäumen, Magerwiesen











