Die Lebensräume der orangen Ebene sind aufgrund ihrer Standorte durch extreme Trockenheit und Nährstoffarmut geprägt. Es handelt sich um Flächen mit spezialisierten Pflanzen- und Tierarten, darunter viele mit lokal beschränktem Verbreitungsgebiet. Trockenwiesen und -weiden sind zumeist durch eine jahrhundertelange Nutzung entstanden. Die Vegetationsdecke der Felsensteppen, Stein- und Schuttfluren wächst auf dünner Humusschicht und bildet ein Mosaik mit vorstehendem nacktem Gestein.
Seit 1900 wurden 95 % aller Trockenwiesen und -weiden zerstört. Oberste Priorität hat die umfassende Erhaltung und der Schutz der verbliebenen Flächen. Für den dauerhaften Erhalt der Artenvielfalt dieser Ebene braucht es jedoch mindestens eine Verdoppelung der Flächen auf ca. 98 000 ha durch Wiederherstellung von verbuschten Flächen.
Ökosystemleistungen
- Lebens- und Vermehrungsorte bestäubender Insekten und anderer Nützlinge
- Stabilisierung der Hänge
- Vorkommen vieler Medizinalpflanzen
Aufwertung und Wiederherstellung
- Ausscheidung und Einhalten von Pufferzonen zur Vermeidung von Nährstoffeinträgen und Störungen
- Standorte weder düngen noch bewässern
- Mahd nur einmal pro Jahr oder weniger, im August; Altgrasstreifen stehen lassen und insektenschonende Mähweise (Balkenmäher, Sense)
- Schnittgut vor Ort trocknen, damit Pflanzen versamen und Insekten ausweichen können
- Beweidung auf Vegetationstyp und Zielarten abgestimmt
- Gehölze entfernen
- Neuanlage an südexponierten, wasserdurchlässigen und nährstoffarmen Böschungen von Wegen, Waldrändern oder Kiesgruben mit lokalem Saatgut
- Verbuschte Flächen wieder öffnen













