Eine natürlich dunkle Nacht ist wichtig für die Nahrungsaufnahme und den Lebenszyklus vieler Tierarten, aber auch für Pflanzen. Rund 30 % aller Wirbeltiere und mehr als 60 % aller Wirbellosen sind nachtaktiv und brauchen die Dunkelheit für verschiedenste Aktivitäten. Die zunehmend übermässige Beleuchtung zerschneidet den Lebensraum gewisser nachtaktiver Tiere, stört ihre Orientierung und reduziert ihren Aktionsradius sowie ihr Nahrungsangebot. Für viele Arten wirkt künstliches Licht zudem entwicklungsstörend, selbst unter Wasser. Es braucht daher eine bewusste Ausscheidung von grossen Räumen und Korridoren ohne Störungen durch Licht, vor allem entlang von naturnahen Lebensräumen und insbesondere entlang von Gehölzen, Bächen und Flüssen.
Ökosystemleistungen
- Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen durch nachtaktive Insekten
- Erhalt von natürlichen Nahrungsnetzen
- Naturerfahrung (Sternenhimmel)
Aufwertung und Wiederherstellung
- Anwendung der Vollzugshilfe «Empfehlungen zur Vermeidung von Lichtemissionen» des BAFU (2021)
Bei jeder Beleuchtung sind die Fragen des 7-Punkte-Plans zu beachten:
1. Braucht es eine Beleuchtung?
2. Wie hell muss sie sein?
3. Ist das Lichtspektrum richtig gewählt?
4. Ist der passende Leuchtentyp gewählt und geeignet platziert?
5. Sind die Leuchten optimal ausgerichtet?
6. Wann braucht es welche Beleuchtung?
7. Sind Abschirmungen vorzusehen?







