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		<title>Ebenen des Lebensnetzes - Ökologische Infrastruktur  | Naturpark Pfyn-Finges</title>
		<link>https://www.pfyn-finges.ch/?id=310</link>
		<description></description>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2026 23:19:48 +0200</pubDate>
		<category>Naturpark Pfyn-Finges</category>
		<item>
			<link>https://www.pfyn-finges.ch/de/aufgaben-des-naturparks/erhalten-und-aufwerten/werden-sie-aktiv/ebenen-der-oekologischen-infrastruktur-/dunkle-ebene-flaechen-und-korridore-ohne-stoerung-durch-licht-in-allen-lebensraumtypen-929</link>
			<title>Dunkle Ebene: Flächen und Korridore ohne Störung durch Licht in allen Lebensraumtypen</title>
			<description>&lt;p&gt;Eine natürlich dunkle Nacht ist wichtig für die Nahrungsaufnahme und den Lebenszyklus vieler Tierarten, aber auch für Pflanzen. Rund 30 % aller Wirbeltiere und mehr als 60 % aller Wirbellosen sind nachtaktiv und brauchen die Dunkelheit für verschiedenste Aktivitäten. Die zunehmend übermässige Beleuchtung zerschneidet den Lebensraum gewisser nachtaktiver Tiere, stört ihre Orientierung und reduziert ihren Aktionsradius sowie ihr Nahrungsangebot. Für viele Arten wirkt künstliches Licht zudem entwicklungsstörend, selbst unter Wasser. Es braucht daher eine bewusste Ausscheidung von grossen Räumen und Korridoren ohne Störungen durch Licht, vor allem entlang von naturnahen Lebensräumen und insbesondere entlang von Gehölzen, Bächen und Flüssen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ökosystemleistungen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen durch nachtaktive Insekten&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Erhalt von natürlichen Nahrungsnetzen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Naturerfahrung (Sternenhimmel)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Aufwertung und Wiederherstellung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Anwendung der Vollzugshilfe «Empfehlungen zur Vermeidung von Lichtemissionen» des BAFU (2021)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Bei jeder Beleuchtung sind die Fragen des 7-Punkte-Plans zu beachten:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;1. Braucht es eine Beleuchtung?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;2. Wie hell muss sie sein?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;3. Ist das Lichtspektrum richtig gewählt?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;4. Ist der passende Leuchtentyp gewählt und geeignet platziert?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;5. Sind die Leuchten optimal ausgerichtet?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;6. Wann braucht es welche Beleuchtung?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;7. Sind Abschirmungen vorzusehen?&lt;/p&gt;
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			<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.pfyn-finges.ch/de/aufgaben-des-naturparks/erhalten-und-aufwerten/werden-sie-aktiv/ebenen-der-oekologischen-infrastruktur-/hellgruene-ebene-hecken,-gehoelze,-obstgaerten,-alleen,-waldraender-923</link>
			<title>Hellgrüne Ebene: Hecken, Gehölze, Obstgärten, Alleen, Waldränder</title>
			<description>&lt;p&gt;Charakteristisch für die hellgrüne Ebene sind die halboffenen Kulturlandschaften, die von Gehölzen geprägt sind, unter denen sich auch dornenreiche Sträucher befinden. Diese strukturreichen Kulturlandschaften sind durch jahrhundertelange landwirtschaftliche Nutzung entstanden. Besonders wertvoll sind die Flächen in Kombination mit mageren Wiesen oder Weiden und wenn sie mit zusätzlichen Strukturen wie Totholz, offenem Boden, Trockenmauern, Ast- und Steinhäufen angereichert sind. Unzählige Tierarten, insbesondere Insekten, Kleinsäuger und Vögel, finden hier Lebensraum.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Durch die Industrialisierung der Landwirtschaft und den Ausbau von Siedlungen und Infrastrukturen sind intakte Gebiete der hellgrünen Ebene selten geworden. Für die Biodiversität wären optimalerweise 4 km Hecken, aber mindestens 1 km Hecken pro Quadratkilometer nötig, sowie mehrere 100 m Saum pro Hektare und in den Tallagen schweizweit mindestens 55&amp;apos;000 ha Hochstammobstgärten. Strukturen wie Hecken, Gehölze, Einzelbäume sowie Alleen können auch wichtige Vernetzungselemente sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ökosystemleistungen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Gesunde, extensiv produzierte Lebensmittel wie Hochstammobst&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Lebensraum vieler Nützlinge wie Neuntöter, Steinkauz oder Mauswiesel&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Fortpflanzungs- und Ausbreitungsort für wichtige Bestäuber von Kulturpflanzen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Schutz vor Bodenerosion&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Nachhaltige Bodenbildung und Nährstoffkreisläufe&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Abwechslungsreiche Landschaften mit grossem Erholungswert&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Aufwertung und Wiederherstellung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Möglichst extensive Bewirtschaftung&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Arten- und strukturreiche Hecken mit Dornenbüschen und breiten Säumen anlegen und pflegen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Einheimische Bäume und Gehölze pflanzen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Artenreichen Unterwuchs und Vielfalt fördern, auch auf angrenzenden Flächen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Grosse, freistehende Bäume schützen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Absterbende Bäume wenn möglich bis zum vollständigen Zerfall stehen lassen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Frühzeitig junge Bäume als zukünftigen Ersatz pflanzen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Strukturen anlegen: Totholz, offener Boden, Ast- und Steinhaufen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Übergang Wald zu Offenland mit Einzelbäumen, Strukturen und Krautsäumen auflockern&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.pfyn-finges.ch/de/aufgaben-des-naturparks/erhalten-und-aufwerten/werden-sie-aktiv/ebenen-der-oekologischen-infrastruktur-/dunkelgruene-ebene-naturwaldflaechen,-altholzinseln,-biotopbaeume,-lichte-waelder-924</link>
			<title>Dunkelgrüne Ebene: Naturwaldflächen, Altholzinseln, Biotopbäume, lichte Wälder</title>
			<description>&lt;p&gt;Als langlebige Ökosysteme bestehen Wälder natürlicherweise aus einem Mosaik aus unterschiedlichsten Waldentwicklungsstadien, die einen im Schnitt 400–800-jährigen Zyklus von Aufwuchs- bis Zerfallsphase durchleben. Welche Art von Waldgesellschaft aufwächst, wird vom vorhandenen Bodentyp, dem lokalen Klima, der Höhenlage und der Exposition bestimmt. Auch die Krautschicht im Waldunterwuchs ist vom Standort abhängig und entwickelt je nach Belaubungsdichte der Bäume über die Vegetationsperiode verschiedene Ausprägungen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die heutigen Wälder in der Schweiz sind jedoch überwiegend vom Menschen mitgestaltet und oft nicht älter als 150–200 Jahre; sehr alte und lichte Wälder kommen kaum mehr vor. Naturwaldflächen und Altholzinseln sind Gebiete, in denen sich die natürliche Waldsukzession entwickeln kann, Biotopbäume sind wichtige Trittsteine dazwischen. Durch die Schaffung von lichten Wäldern können Arten dieser Waldphase gefördert und erhalten werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ökosystemleistungen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Schutz vor Erosion, Lawinen und Hangrutschen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Reinigung der Luft von Feinstaub und Schadstoffen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Speicherung von Kohlenstoff und damit Klimaschutz&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Kühlung&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Holz als vielseitig verwendbarer nachwachsender Rohstoff&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Quelle von Nahrungsmitteln wie Pilzen, Beeren, Nüssen und Wild&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Grosser Erholungswert&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Aufwertung und Wiederherstellung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Schweizweit mehr grössere Naturwaldflächen um die 500 ha sowie weitere kleinere Naturwaldflächen und Altholzinseln schaffen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Fördern von Totholz (20–40 m³&amp;nbsp;für häufige Totholzarten) und ca. 10 Biotopbäume/ha&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Auflichtung und Offenhaltung von Wäldern an geeigneten Standorten, z.B. durch Beweidung (mit Ausnahmebewilligung)&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Übergangsbereiche Wald zu Kulturland schaffen mit Strukturen wie Stein und Asthaufen, Hecken, Krautsäumen, Magerwiesen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.pfyn-finges.ch/de/aufgaben-des-naturparks/erhalten-und-aufwerten/werden-sie-aktiv/ebenen-der-oekologischen-infrastruktur-/hellblaue-ebene-alle-arten-fliessgewaesser,-auen,-quellen-925</link>
			<title>Hellblaue Ebene: Alle Arten Fliessgewässer, Auen, Quellen</title>
			<description>&lt;p&gt;Die Lebensräume der hellblauen Ebene werden durch die natürliche Dynamik des Wassers und seines Geschiebes stetig neu geformt. Natürliche Fliessgewässerlebensräume beschränken sich daher nicht nur auf Wasserläufe und Ufer, sondern schliessen regelmässig überschwemmte Gebiete, Seitenarme und Altläufe ein. Dies nicht nur bei grossen Flüssen, sondern auch bei kleineren Gewässern, die ca. drei Viertel aller Fliessgewässerstrecken in der Schweiz ausmachen. Von der Quelle bis zur Mündung bilden sich unterschiedliche, charakteristische Tier- und Pflanzengemeinschaften. Entlang eines Flusssystems entstehen eine Vielzahl von Lebensräumen, die mit zunehmendem Abstand zum Gerinne immer weniger von Wasser abhängig sind. Diese Lebensräume zählt man zu den Auen eines Fliessgewässers.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Natürliche Fliessgewässer wurden schweizweit weitestgehend zerstört und sind zudem stark vom Klimawandel betroffen. Um ihre Biodiversität zu erhalten, braucht es bis zu einer Vervierfachung der bestehenden Uferfläche, insbesondere Auen. Eine funktionierende Längsvernetzung ist ebenso wichtig wie die Quervernetzung (Zonierung) zwischen Auengebieten, Seitenbächen und Wasserlauf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ökosystemleistungen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Grundwasserbildung und Trinkwasserbereitstellung&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Bewässerung von Kulturland&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Schutz vor Hochwasser&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Hoher Erholungswert&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Aufwertung und Wiederherstellung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Revitalisierungsmassnahmen: bspw. morphodynamische Pufferzonen für Überschwemmungen, Ablagerung oder Erosion; Quer- und Uferverbauungen entfernen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Düngefreie Nährstoffpufferzonen von ausreichender Breite&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Pflege der Uferböschungen mit Balkenmäher/ Sense nur abschnittsweise (50–100 m) im Herbst; Streifen am Wasser stehen lassen. Material frühstens nach einem Tag Lagerzeit abführen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Für bestockte und unbestockte Abschnitte sorgen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Neophyten jäten&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.pfyn-finges.ch/de/aufgaben-des-naturparks/erhalten-und-aufwerten/werden-sie-aktiv/ebenen-der-oekologischen-infrastruktur-/dunkelblaue-ebene-flach-und-hochmoore,-tuempel,-weiher,-seen,-temporaere-gewaesser-926</link>
			<title>Dunkelblaue Ebene: Flach- und Hochmoore, Tümpel, Weiher, Seen, temporäre Gewässer</title>
			<description>&lt;p&gt;Alle Lebensräume der dunkelblauen Ebene sind zumindest zeitweise vom Wasser geprägt. Die Lebensgemeinschaften von Stillgewässern sind abhängig von deren Grösse und Tiefe und ändern sich zum Ufer hin von aquatisch zu terrestrisch. Intakte Hochmoore sind dauerhaft nass, wodurch die bestandesbildenden Torfmoose nicht abgebaut werden und sich so als organisches Material ablagern. Riede und Röhrichte kommen ebenfalls an dauerhaft sumpfigen Standorten vor. Sie sind von Gräsern dominiert, äusserst produktiv und haben teils ausserordentliche Wuchshöhen. Auf nährstoffärmeren, nassen Standorten entstehen natürlicherweise von Sauergräsern dominierte Flachmoore. In Feuchtwiesen dagegen überwiegen Süssgräser. Feuchtwiesen sind auf extensive Nutzung wie Beweidung oder Mahd angewiesen; ohne Nutzung könnte auf ihren wechselfeuchten Standorten Wald aufwachsen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der grösste Teil der Feuchtgebiete wurde seit 1850 zerstört. Zusätzlich zur Sicherung der bestehenden wertvollen Gebiete ist eine Verdoppelung bis Verdreifachung der Fläche dieser Lebensräume nötig, um deren Artenvielfalt und Ökosystemleistungen langfristig zu erhalten. Für die Vernetzung braucht es zusätzliche Weiher und Feuchtwiesen sowie wiedervernässte Flächen zwischen den Gewässern und weitere saisonal genutzte Lebensräume z.B. für Amphiben und Reptilien.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ökosystemleistungen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Trinkwasserreservoir/ wasserreinigende Eigenschaften&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Lokale Kühlung&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Wasserrückhaltevermögen, Schwammwirkung&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Speicherung von Kohlenstoff und damit Klimaschutz&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Fischerei&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Hoher Erholungswert&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Aufwertung und Wiederherstellung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Konsequente Ausscheidung und Einhalten von Pufferzonen u.a. zur Vermeidung von Nährstoffeinträgen und Störungen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Regelmässiges Entfernen von Neophyten und Gehölzen bis auf wenige Einzelbäume/ Buschgruppen für prioritäre Zielarten, wo angebracht&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Mahd nur einmal pro Jahr, angepasst an Zielarten, zwischen Ende Juli und Oktober. 10–20 % als Brache stehen lassen, insektenschonende Mähweise (Balkenmäher/ Sense)&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Schnittgut vor Ort trocknen, damit Pflanzen versamen und Insekten ausweichen können&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Allfällige Beweidung auf Vegetationstyp und Zielarten abstimmen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Pflege der Stillgewässer im Herbst; nur die Hälfte der Fläche pflegen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Entferntes Material erst am Ufer lagern, damit Tiere zurück ins Wasser können&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Im Wasser stehende Röhrichte müssen nicht gemäht werden&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Entlang von Seeufern und Altläufen breite Schilfsäume stehen lassen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.pfyn-finges.ch/de/aufgaben-des-naturparks/erhalten-und-aufwerten/werden-sie-aktiv/ebenen-der-oekologischen-infrastruktur-/orange-ebene-trockenwiesen-und-weiden,-felsensteppen,-stein-und-schuttfluren-928</link>
			<title>Orange Ebene: Trockenwiesen und -weiden, Felsensteppen, Stein- und Schuttfluren</title>
			<description>&lt;p&gt;Die Lebensräume der orangen Ebene sind aufgrund ihrer Standorte durch extreme Trockenheit und Nährstoffarmut geprägt. Es handelt sich um Flächen mit spezialisierten Pflanzen- und Tierarten, darunter viele mit lokal beschränktem Verbreitungsgebiet. Trockenwiesen und -weiden sind zumeist durch eine jahrhundertelange Nutzung entstanden. Die Vegetationsdecke der Felsensteppen, Stein- und Schuttfluren wächst auf dünner Humusschicht und bildet ein Mosaik mit vorstehendem nacktem Gestein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit 1900 wurden 95 % aller Trockenwiesen und -weiden zerstört. Oberste Priorität hat die umfassende Erhaltung und der Schutz der verbliebenen Flächen. Für den dauerhaften Erhalt der Artenvielfalt dieser Ebene braucht es jedoch mindestens eine Verdoppelung der Flächen auf ca. 98 000 ha durch Wiederherstellung von verbuschten Flächen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ökosystemleistungen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Lebens- und Vermehrungsorte bestäubender Insekten und anderer Nützlinge&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Stabilisierung der Hänge&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Vorkommen vieler Medizinalpflanzen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Aufwertung und Wiederherstellung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Ausscheidung und Einhalten von Pufferzonen zur Vermeidung von Nährstoffeinträgen und Störungen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Standorte weder düngen noch bewässern&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Mahd nur einmal pro Jahr oder weniger, im August; Altgrasstreifen stehen lassen und insektenschonende Mähweise (Balkenmäher, Sense)&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Schnittgut vor Ort trocknen, damit Pflanzen versamen und Insekten ausweichen können&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Beweidung auf Vegetationstyp und Zielarten abgestimmt&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Gehölze entfernen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Neuanlage an südexponierten, wasserdurchlässigen und nährstoffarmen Böschungen von Wegen, Waldrändern oder Kiesgruben mit lokalem Saatgut&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Verbuschte Flächen wieder öffnen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.pfyn-finges.ch/de/aufgaben-des-naturparks/erhalten-und-aufwerten/werden-sie-aktiv/ebenen-der-oekologischen-infrastruktur-/gelbe-ebene-magerwiesen,-buntbrachen,-ruderalflaechen,-extensive-weiden-inkl-heckensaeume-927</link>
			<title>Gelbe Ebene: Magerwiesen, Buntbrachen, Ruderalflächen, extensive Weiden inkl. Heckensäume</title>
			<description>&lt;p&gt;Die offenen Lebensräume der gelben Ebene sind das Produkt traditioneller extensiver Nutzung durch den Menschen oder kommen oberhalb der Waldgrenze vor. Je nach Nutzungszweck und -intensität ändert sich die Artenzusammensetzung und Wuchshöhe von Wiesen und Weiden. Je nährstoffärmer der Standort, umso artenreicher ist die Lebensgemeinschaft. Eine extensive Mahd oder Weide trägt zum Erhalt dieses Artenreichtums bei. Die krautigen Gesellschaften der Brachen und Ruderalfluren siedeln sich auf vegetationsfreien Standorten wie Wegrainen und Bauschutt an. Säume bilden Übergänge von Offenland zu Hecken und Waldrändern und sind ebenfalls von krautigen Pflanzen dominiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als Folge hoher Nährstoffeinträge, einer generellen Intensivierung der Landwirtschaft sowie der Ausbreitung von Siedlungen sind heute nur noch wenige Flächen übriggeblieben. Für die Biodiversität nötig wären jedoch mindestens 10–20 % naturnahe artenreiche Flächen im offenen Kulturland, wovon Elemente der gelben Ebene einen grossen Teil ausmachen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ökosystemleistungen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Lebensraum vieler Nützlinge wie Wildbienen, Spinnen oder Laufkäfer&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Fortpflanzungsort für wichtige Bestäuber von Kultur- und Wildpflanzen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Nachhaltige Bodenbildung und Nährstoffkreisläufe&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Blühende Wiesen mit hohem ästhetischem Wert als Teil einer attraktiven Kulturlandschaft&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Artenreiches, dauerhaft bestehendes Grasland wirkt als Kohlenstoffspeicher gegen den Klimawandel&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Aufwertung und Wiederherstellung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Im Ackergebiet Streifen von Brachen und Ruderalflächen im Abstand von 100 bis 200 m anlegen&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Etappenweise Mahd mit insektenfreundlicher Mähweise (Balkenmäher, Sense), alle 100 m einen Altgrasstreifen belassen oder die Hälfte der Fläche ungemäht überwintern&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Schnittgut mindesten einen Tag liegen lassen und nicht in Siloballen abpacken&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Mulchen von Böschungen im Sommer unterlassen (zerstört einen Grossteil der Insekten)&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Fachgerechte Anlage, vorzugsweise mit regionalem Saatgut z.B. durch Mahdgutübertragung von geeigneten Spenderflächen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

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&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
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			<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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