| Die Föhrenwälder |
Das trockenste Klima der Schweiz (550mm Niederschlag pro Jahr) sowie steiniger Boden, der kaum Wasser aufnimmt erklären das Überwiegen der Sylvesterkiefer im Pfynwald. Drei Viertel der Naturfläche sind von Föhrenwäldern bedeckt.Unter den einheitlich scheinenden Kronen versteckt sich im Unterholz ein aussergewöhnlicher Reichtum. Seltene Orchideen wachsen am Nordhang im Schutz des Heidekrauts. Kleine Kronwicke und klebriger Zahntrost, in der Schweiz einmalige Pflanzen, gedeihen schüchtern auf den Erdrutschhügeln im Riedgras. Dort werden die Bäume von den extremen Bedingungen geformt: Auf den Hügelkuppen nehmen die Kiefern Bonsaiformen an und werden nicht höher als 6 bis 8m. Der Föhrenwald mit weisser Segge bedeckt grosse Flächen zwischen den Hügeln und auf dem Illgrabenkegel. In den Tieflagen, wo sich Feuchtigkeit und Humus sammeln, entwickeln sich die Kiefern am besten. Hier werden Sie an einem Maiabend das monotone Schnarrgeräusch des Ziegenmelkers hören können. Vorsicht, die Föhrenwälder sind besonders feuergefährdet! |